Die Aufnahme dieses Projekts als Referenz ist Ausdruck unseres Selbstverständnisses: Handwerkliche Qualität, technisches Verständnis und der verantwortungsvolle Umgang mit historischer Substanz bilden seit jeher die Grundlage der Arbeit der KREMA Group.
In den 1980er-Jahren war Eugen Kretschmann als selbstständiger Tischlermeister im damaligen Stadtbezirk Berlin-Marzahn tätig. Trotz vollständiger Auslastung im öffentlichen Auftrag engagierte er sich darüber hinaus für ausgewählte denkmalpflegerische Arbeiten, die besondere handwerkliche Präzision und persönliches Verantwortungsbewusstsein erforderten. Maßgeblich war dabei nicht wirtschaftlicher Nutzen, sondern die Überzeugung, einen aktiven Beitrag zum Erhalt bedeutender Bau- und Kulturdenkmale zu leisten.
Im Rahmen dieser Tätigkeit durfte Eugen Kretschmann Tischlerarbeiten am Berliner Dom ausführen – einem der bedeutendsten Sakral- und Baudenkmalensembles Berlins. Die Arbeiten umfassten unter anderem handwerkliche Maßnahmen an historischen Bauteilen und erfolgten unter den für denkmalgeschützte Gebäude typischen Rahmenbedingungen: begrenzte finanzielle Mittel, hohe technische Anforderungen und ein sensibler Umgang mit der bestehenden Substanz.
Gerade diese Einschränkungen führten zu besonders anspruchsvollen Aufgabenstellungen. Die vom damaligen Kurator formulierten Anforderungen verlangten ein hohes Maß an handwerklicher Erfahrung, materialgerechter Ausführung und die Fähigkeit, individuelle Lösungen für historisch gewachsene Strukturen zu entwickeln. Die ausgeführten Arbeiten standen exemplarisch für klassische denkmalpflegerische Tischlerarbeiten, bei denen Präzision, Zurückhaltung und Respekt vor dem Original oberste Priorität hatten.
Diese Tätigkeit war nicht nur aus fachlicher Sicht außergewöhnlich, sondern auch persönlich prägend. Sie steht für eine Zeit, in der handwerkliche Leidenschaft, Verantwortungsbewusstsein und die Freude am Erhalt kultureller Werte im Vordergrund standen – unabhängig von wirtschaftlichen oder repräsentativen Motiven. Die Möglichkeit, an einem Bauwerk wie dem Berliner Dom tätig zu sein, war und ist ein besonderer Ausdruck handwerklicher Anerkennung.
Auch wenn heute nicht mehr alle Namen der damaligen Ansprechpartner präsent sind, bleibt die Bedeutung dieser Arbeiten unvergessen. Für die KREMA Group sind Projekte wie dieses ein wesentlicher Bestandteil der eigenen Identität und bilden die Grundlage für heutige Leistungen in den Bereichen Denkmalpflege, Sonderkonstruktionen, anspruchsvoller Innenausbau und technisch präzises Handwerk.
Die Dokumentation ausgewählter Arbeiten aus dieser Zeit versteht sich daher nicht als Rückblick, sondern als nachvollziehbare Herleitung der handwerklichen und planerischen Kompetenz, die bis heute den Anspruch der KREMA Group prägt.




